Der kleine Gourmet – Die Erfolgsgeschichte des Gewürzstartups von Kim & Vero

Der kleine Gourmet – Die Erfolgsgeschichte des Gewürzstartups von Kim & Vero

Mit wieviel Jahren habt ihr euch Selbstständig gemacht?

Unsere Gründung war im April 2017. Als wir den Schritt in die Selbstständigkeit gewagt haben waren wir 24 (Kim) & 27 (Vero). Kim hatte gerade erst ihr Studium im Fach Wirtschaftsrecht begonnen, Vero war mitten in einer Fortbildung zur IHK Wirtschaftsfachwirtin.

 

Was hat euch dazu bewegt?

Der Wunsch, unser eigenes Unternehmen zu führen, war bei uns beiden schon jahrelang da. Für uns beide war es sehr wichtig, unsere eigenen Ideen umsetzen zu können, selbst Entscheidungen zu treffen und komplett eigenverantwortlich zu arbeiten. Das ist nur in der Selbstständigkeit möglich. Nachdem wir schon einige Jahre nach der richtigen Geschäftsidee gesucht hatten, kam uns irgendwann endlich die Idee zum eigenen Gewürzstartup.

 

Wie sieht euer Tag als Unternehmer so aus?

Jeder Tag als Gründer ist anders. Meistens arbeiten wir morgens erstmal alle Emails ab. Kim ist bei uns für den Einkauf, Social Media und Kundenservice zuständig. Vero kümmert sich um die Produktentwicklung, Food Bilder, Rezepte und das Marketing. Wenn wir besonders viele Aufträge haben stehen wir auch mit im Lager und packen Pakete bzw. füllen Gewürze mit auf. Manchmal sind wir auch den ganzen Tag unterwegs oder stehen 14 Stunden in der Küche um ein Rezeptheft zu shooten. Außerdem gehen wir auch als Gründer oft zu Messen oder Veranstaltungen.


Was wollt ihr mit eurem Unternehmen erreichen?

Unsere Gewürzmischungen sollen es dem Kunden erleichtern, frisch und lecker zu kochen. Jede Mischung ist auf ein spezielles Gericht abgestimmt, sodass jegliche Einzelgewürze, Salz mal ausgenommen, überflüssig werden. Vielen fällt es so leichter, bestimmte Gerichte perfekt abzuschmecken, besonders wenn die nötige Kocherfahrung fehlt. Andere experimentieren mit unseren Mischungen und kreieren ganz neue Rezepte und Kombinationen daraus. Uns ist es außerdem sehr wichtig, das Kochen mit natürlichen Zutaten ohne Geschmacksverstärker und Zusatzstoffen oder Fertigprodukten zu erleichtern. Da wir in unserer Manufaktur keinerlei künstliche Zusätze oder Rieselhilfen verwenden, sind unsere Gewürze auch ideal für Allergiker oder Menschen mit Lebensmittelunverträglichkeiten.


Könnt ihr euch vorstellen für immer Unternehmer zu sein?

Auf jeden Fall! Wir wollten beide schon immer Unternehmer sein und unseren eigenen Traum verwirklichen. Unternehmer zu sein ist zwar nicht immer leicht aber wir haben die Entscheidung noch keine Sekunde bereut. Man kann genau das machen, was man für richtig hält und seine eigenen Entscheidungen treffen. Außerdem gibt es kein besseres Gefühl, als morgens aufzustehen, um das zu tun was man liebt und man am besten kann.


Was sind die Vorteile eures Produktes?

Unsere Gewürze sind leckerer und gesünder als Fixprodukte, dekorativer als herkömmliche Streuer, umweltfreundlicher als Plastikbeutel aus dem Supermarkt und günstiger als vergleichbare Produkte. Außerdem wird jedes unserer Gewürze mit viel Liebe von Hand produziert. Wir arbeiten nur mit Einzelgewürzen von gleichbleibend hoher Qualität, die wir von ausgewählten Lieferanten beziehen. In unserem Onlineshop und auf unseren Social Media Kanälen findet man außerdem viele Rezepte und Anregungen. Wir möchten unsere Kunden immer wieder inspirieren, neue Rezepte zu probieren.

 

Habt ihr in dem Bereich eine Ausbildung gemacht?

Vero ist gelernte Veranstaltungskauffrau und kommt eigentlich aus dem Messebereich und Kim ist Juristin.  Also eigentlich kommen wir beide aus komplett anderen Bereichen. Wir haben beide viele Jahre in der Gastronomie gearbeitet. Aber alles was wir jetzt machen, haben wir uns selbst beigebracht. Es hat sich ursprünglich aus der Liebe zum Kochen herausentwickelt. Jetzt ist unser Hobby zum Beruf geworden.

 

Was waren die schwersten Momente in eurer Selbstständigkeit?

Als Gründer durchlebt man immer wieder schwierige Zeiten. Besonders am Anfang fällt es schwer, wichtige Entscheidungen zu treffen, da man einfach noch sehr wenig Erfahrung als Unternehmer hat. Auch das unternehmerische Risiko und die finanzielle Unsicherheit kann belastend sein. Man muss als Gründer erst lernen, Fehler als Chance zu sehen und man braucht eine Menge Durchhaltevermögen, um jede noch so schwierige Krise durchzustehen.

 

Wie war es die ersten Mitarbeiter einzustellen?

Es war ein schönes Gefühl, sich ein Team aufbauen zu können und mit anderen an der gemeinsamen Idee zu arbeiten. Auf der anderen Seite war es auch schwierig, plötzlich Aufgaben abzugeben und nicht mehr alles selbst zu machen. Hinzu kommt natürlich auch die neue finanzielle Verantwortung, die man plötzlich hat, wenn man nicht mehr nur als Gründerteam arbeitet.


Müsst ihr auch mal für Mitarbeiter einspringen?

Auf jeden Fall. Es kommt sogar sehr häufig vor, dass wir Aufgaben im Team tauschen oder wir stressige Tage zusammen meistern. Wenn viel los ist, steht eigentlich jeder im Lager und da macht jeder alles. In einem jungen Startup macht sowieso fast jeder alles, wir müssen alle flexibel sein. So kommt auch definitiv keine Langeweile auf!

 

Fällt es euch leicht Aufgaben an andere abzugeben?

Mittlerweile fällt es uns nicht mehr so schwer wie am Anfang Aufgaben an unsere Mitarbeiter abzugeben. Anfangs war es sehr schwer Dinge ans Team abzugeben, die wir zuvor immer gemacht haben. Das lag nicht an fehlendem Vertrauen, sondern daran, dass man sich alles in mühevoller Arbeit selbst beigebracht hat und so den besten und schnellsten Weg für sich in vielen Arbeitsprozessen gefunden hat. Außerdem ist es anfangs ein sehr komisches Gefühl gewesen ein Teil seinen Startup „Babys“ in andere Hände zu geben. Aber wir glauben da muss man als Gründer einfach reinwachsen.


Wollt ihr mal mit eurem Unternehmen expandieren?

Wir haben auf jeden Fall große Pläne für unser Gewürzstartup. Jeder Gründer wünscht sich, dass das Unternehmen stetig wächst. Wir wünschen uns aktuell besonders eine größere Produktion mit mehr Platz für unser Team und etwas mehr Luft im Büro. Ansonsten wäre es schon eine Vision, dass in jeder Küche mit unseren Gewürzen gekocht wird.

 

Was wäre euer Tipp an jemanden der sich selbstständig machen möchte?

Durchhalten und einen langen Atem haben. Gerade als Gründer bzw. Selbstständiger erlebt man immer wieder schwierige Situationen. Besonders in den ersten Jahren muss man meistens so einiges einstecken und oftmals viele Hürden überwinden. Man sollte immer auf sein Bauchgefühl hören, auch wenn plötzlich jeder „hilfreiche“ Tipps für einen hat. Manchmal muss man auch einen Weg gehen, den andere nahestehende Personen nicht verstehen oder nachvollziehen können. Als Gründer hat man einfach keine jahrlangen Erfahrungen, die einem in vielen Situationen hilfreich sein können, sondern muss sich auf sein Bauchgefühl verlassen.

 

Habt ihr alles selbst finanziert oder einen Kredit aufgenommen?

Unser Startup haben wir zu Beginn komplett selbst finanziert. Wir haben klein angefangen und konnten aus unseren eigenen Mitteln wachsen. Lediglich für den Umzug in eine größere Produktion kam ein kleines Bankdarlehen dazu.


Für was steht ihr und euer Unternehmen?

Wir stehen für liebevoll produzierte Produkte und guten Geschmack. Wir verkörpern zu 100% unsere Marke, alles was wir kreieren, posten oder verkaufen stammt aus unserer Hand. Unsere Kunden lieben an uns, dass wir als Gründer greifbar sind. Wir suchen den persönlichen Kontakt mit unseren Kunden und nehmen unsere Instagram Follower beim Kochen in unserer eigenen Küche mit. Wir selbst schrauben aus Kisten einen Holzaufsteller zusammen, anstatt irgendwo einen zu bestellen. Wir möchten, dass unsere Kunden wissen, wer hinter Der kleine Gourmet steckt und warum wir diesen Weg gehen.

 

Homepage: http://www.der-kleine-gourmet.de/

Instagram: _derkleinegourmet_

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