Die Erfolgsgeschichte von EVOPE – Gründerin Jennifer Althoff im Interview

Die Erfolgsgeschichte von EVOPE – Gründerin Jennifer Althoff im Interview
Mit wieviel Jahren hast du dich Selbstständig gemacht?
Ich fand mit 25 Jahren den Weg in die Selbstständigkeit. Rückblickend hätte ich mir gewünscht, noch viel früher damit begonnen zu haben. 

Was hat dich dazu bewegt?
Ich war unglücklich und unzufrieden in meinem vorherigen Job als Eventmanagerin. Ich arbeitete 70 Stunden in der Woche und merkte, dass meine Gesundheit dem Druck nicht mehr standhielt. Mit 25 hatte ich dann einen Herzinfarkt. Dieser veränderte alles. Er wurde zu einem Mahnmal. Es klingt drastisch, aber ich wusste, wenn ich den Weg in mein altes Leben zurückgehe, werde ich das nicht überleben. Also packte ich es an. Ich liebte immer schon Sport, Bewegung und Ernährung. Ich sog dieses Wissen seitdem ich 16 war nahezu auf. So kam es, das ich die erste Ausbildung im Bereich Training und Ernährung machte. Seither folgten 45 weitere Fortbildungen. Ich bin schon fast süchtig nach Wissen rund um diese Themen geworden! 

Wie sieht dein Tag als Unternehmer so aus?
Er unterscheidet sich während Corona nicht anders als in den letzten 1,5 Jahren – der Geburt unserer Tochter. Das Leben als Mama und Unternehmerin ist komplett anders, als das Leben kinderloser Unternehmer. Vor meiner Tochter sah ein typischer Tag so aus: Zwischen 6 – 7 Uhr aufstehen, 60 Minuten Training und dann habe ich bis ca 24 Uhr durchgearbeitet. Da ich mit meinem Mann beide Unternehmen gemeinsam führe und er einen wahnsinnigen Drive hat, haben wir uns gegenseitig motivieren können.Der Tag war voll mit Meetings, Telefonaten und sehr viel Arbeit am Laptop. Jetzt – mit einer Tochter – muss ich meinen Tag täglich neu strukturieren. Diese Struktur hilft mir, meine Aufgaben erledigt zu bekommen. Wir stehen morgens zwischen 5 – 6 Uhr auf, dann gibt es das erste Frühstück. Dann übernimmt mein Mann den Tag mit der Tochter und ich fahre in unser Büro. Die ersten 30 Minuten nutze ich für Asana und Slack. Darüber sehe ich den aktuellen Stand der Dinge aller Projekte an denen wir arbeiten. Dann stehen 30 Minuten Social Media und unsere Facebook Member Gruppe an – hier beantworte ich alle Fragen der letzten 24 Stunden. Und ab dann schotte ich mich ab. Ob Produktentwicklung, Design, Pressetexte, CI, Contentstrategien oder Marketing – all diese Bereiche laufen über meinen Schreibtisch. Hier brauche ich einen klaren Fokus und komme in dieser Zeit in einen Bereich, den mein Team liebevoll “The Zone” nennt. Ich bin wie ein Zombie, bekomme von aussen nichts mehr mit. Ausser man fragt mich nach Kaffee – dann horche ich auf.  Um 14 Uhr übernehme ich dann unsere Tochter und mein Mann fährt ins Office. Zwischen 19 – 20 Uhr beginnt dann mein 2. Arbeitstag – am Abend sitze ich meist an Kalkulationen und Preisgestaltungen. Den Rechner schliesse ich zwischen 23 – 24 Uhr. So sieht mein Tag an 6 Tagen in der Woche aus. 

Was wollt ihr mit euerem Unternehmen erreichen? 

Was passiert, wenn du alles erreichen kannst? Wenn du deine Gesundheit, deine Performance und deine Leistung steuern kannst. Was passiert, wenn du nicht aufgibst? 

Diese Fragen trieben meinen Mann Matthias und mich jetzt seit 10 Jahren an! 

Anfang 2015 erfüllten wir uns unseren Traum und eröffneten das EVOPE Sports Performance Center in Berlin. Hier betreuen wir Breiten- und Leistungssportler. Ob sportartspezifische Wettkampfsbetreuung oder neues perspektivisches Training für Breitensportler durch ein Kurssystem aus CrossFit und Athletic Performance Kursen, Personaltraining, Physiotherapie oder Ernährungsberatungen – wir wurden zu einem Bindeglied zwischen Fitness, Ärzten, Physiotherapeuten, Lifestyle und Gesundheit.

Der Teil Ernährung war wie das fehlende Puzzlestück um eine Brücke zwischen absoluter Performanceoptimierung, Gesundheit und sowohl mentaler als auch körperlicher Leistung zu schlagen. 

So gründeten wir 2016 EVOPE NUTRITION: innovative, gesunde, zeitsparende und saubere Nahrungsergänzung für Leistungssportler & Top Performer, um ihre Kunden auch über das 2015 gegründete Sport- und Performancecenter hinaus, bestens betreuen zu können.

Die Besonderheit unserer Produkte ist die spezielle Kombination der einzelnen Wirkstoffe. Die Formeln in unseren Produkten fungieren wie in einer Bienenwabe. Sie sind ein in sich geschlossenes, dennoch miteinander verbundendes System. Heisst, die einzelnen Zutaten potentieren (also bestärken) sich in ihrer Wirksamkeit. Ein Schlüssel-Schloss System. Wir entwickeln jedes unserer Produkte selbst. Heutzutage ist es durch “White Label” ein Leichtes, fertige Formeln bei Lohnherstellern zu kaufen. Oder die Konkurrenz zu kopieren. Nur durch die eigene Entwicklung können wir dir zu jedem Zeitpunkt und zu 100% die Performance und Verträglichkeit eines jeden Produkts garantieren. Wir sind richtig Made in Germany. Durch die akkreditierte und zertifizierte Herstellung in Deutschland unter höchsten Qualitätsstandards (Food GMP, IFS, ISO) garantieren wir dir eine einzigartige Qualität. Als Partner der Anti-Doping Organisation Kölner Liste sind unsere Produkte für den Leistungssport zugelassen.

Kannst du dir Vorstellen für immer Unternehmer zu sein?
Ein absolutes JA. Ich liebe es, ständig Eigenverantwortung zu übernehmen. Es spornt mich an, ständig an mir zu arbeiten und besser zu werden. Einen ganz schönen Dämpfer gab es jetzt natürlich in der Corona Zeit. Da hätte ich es mir in manchen Situationen gewünscht, angestellt zu sein und nicht so viel (Personal) Verantwortung zu tragen. 

Hast du in dem Bereich eine Ausbildung gemacht?
Den kaufmännischen und organisatorischen Bereich habe ich durch meine Ausbildung als Bürokauffrau und dann als Eventmangerin für Sport- und Kulturveranstaltungen gelernt. Ich hatte zu diesem Zeitpunkt einen unglaublich strengen Chef. Dieser hat mich doch in mehr Bereichen geprägt, als ich gedacht hätte. Das Wissen rund um Ernährung und Sport eignete ich mir in jungen Jahren als Hobby an. Mit 25 kam dann die Ausbildung zum Ernährungsberater, Fitnesstrainer B-Lizenz und Personaltrainer dazu. Schon während dieser Ausbildungen merkte ich, das ich mit diesem Schritt die Büchse der Pandora öffnete. Von da an folgten Ausbildungen als Dynamic Neuromuscular Stabilisation Trainer (DNS), Anatomy Trains Level 1 und 2, diverse CrossFit Ausbildungen, Pose Running, MoveNat Trainer und viele mehr. 

Was waren die schwersten Momente in deiner Selbstständigkeit?
Zu verstehen, selbst und ständig keine einfachen Floskeln sind. Damit meine ich, das niemand hinter mir “aufräumt” – ich bin für die Arbeiten die ich in Gang bringe, verantwortlich. Wenn ich der Meinung bin, ich möchte an dem Tag freimachen, dann blieb – als ich noch alleine war – die Arbeit auch liegen. Jetzt mit 2 Teams ist es natürlich leichter. Dennoch ändert das selbst und ständig sich hier nicht. Jedoch kann ich damit jetzt viel gelassener umgehen, da ich es genieße am Wochenende in Ruhe zu arbeiten, keine Calls zu bekommen oder bei strahlender Sonne auf der Terrasse mit einem Kaffee in der Hand und den Füßen im Sandkasten meiner Tochter mit meinem Mann über den kommenden Launch unseres neuen Produkts zu brainstormen. Ich denke, man muss dazu gemacht sein, sich zu 100% seiner Arbeit auch zu comitten. 

Wie war es die ersten Mitarbeiter einzustellen?
Ein wunderbares Gefühl – und ist auch jetzt noch. Jede Teamerweiterung ist für mich wie ein kleiner Ritterschlag. Ich weiss, das ab diesem Moment die Expertise in einem anderen Bereich wachsen kann und wir durch diese (Wo)Menpower unseren Kunden wieder einen neuen Mehrwert geben können. 

Musst du auch mal für Mitarbeiter einspringen?
Ja, das kommt hier und da mal vor, stört mich aber nicht – eher im Gegenteil. Diese Momente geben mir immer die Möglichkeit mir selbst wieder ein Bild von den einzelnen Bereichen (ob im Sport Performance Center in den Kursen, beim Personaltraining oder im Büro beim Support oder Kundenaquise) machen und ggfs. optimieren zu können. Das kann für den Mitarbeiter dann manchmal Fluch oder Segen sein 🙂

Fällt es dir leicht Aufgaben an andere zu geben?
Leider nein. Ich bin ein Perfektionist und erwarte von unseren Teams grundsätzlich Hochleistung. An diesem Punkt arbeite ich viel an mir und muss mir das Prinzip des “Starting Lean” immer wieder in den Kopf rufen: lieber erstmal mit der Idee oder dem Projekt raus und Feebdack der Kunden einholen, als ewig auf Perfektion zu warten und dann eventuell zu spät zu launchen. Unsere Teams sind aber nachsichtig mit mir und wissen die Adleraugen auch zu schätzen. 

Willst du mal mit deinem Unternehmen Expandieren?
Darüber haben wir tatsächlich oft nachgedacht, sind hier aber noch nicht an dem Punkt angekommen, an dem wir sagen: Jetzt macht es Sinn. Spaß macht es auf jeden Fall. Wir wollen uns vor dieser Idee nicht verschliessen, jedoch muss die Rentabilität – bei der Menge an Arbeit und Herzblut die wir investieren – auf beiden Seiten stimmen. 

Was wäre dein Tipp an jemanden der sich selbstständig machen möchte?
Lerne deine Zahlen zu verstehen. Ich sehe Zahlen im Unternehmen wie die Fremdsprache in einem anderen Land. Stell dir vor du möchtest auswandern und verstehst die Landessprache nicht. Die ersten Jahre wirst händeringend irgendwie durchkommen. Ich selbst bin ein Überlebenskünstler, mir ging es in den ersten 3 Jahren so, dass ich die “Sprache” nicht verstand. Jetzt sehe ich die Notwenigkeit, seine Zahlen nicht nur im Blick sondern jederzeit unter Kontrolle zu halten. Das gibt mir Sicherheit und Planbarkeit. 

Hast du alles selbst finanziert oder einen Kredit aufgenommen?
Wir haben uns über privates Geld finanziert. Unser Ansatz ist damals nicht auf taube Ohren gestoßen und so haben wir einen Geldgeber mit an Board geholt. Dass solche Entscheidungen nicht immer die Richtigen sind, lernt man als Gründer immer erst im Nachhinein. Zum Glück haben wir ein super Team, dass uns dabei half unser Performance Center zu leiten. So hatten wir etwas Rückendeckung als es darum ging sich sauber zu trennen. Eine wirklich schmerzhafte und zeitintensive Erfahrung, die uns fast Alles gekostet hätte. Aber wir haben es geschafft!

Für was stehst du und dein Unternehmen ?
Es ist schwer zu beschreiben, aber in uns brennt ein Feuer, das uns immer weiter voran treibt. Ständige Entwicklung ist Teil unserer DNA. Daher heißen wir auch EVOPE. Es steht für Evolution of human Perfomance. (Evolvere – lat. Entwicklung)
Wir wissen, das wir mit unseren Produkten und unserem Performance Center einen so großen, positiven Impact auf die Leben der Menschen haben, das wir gar nicht anders können, als weiterzumachen. Und wahrscheinlich ist es auch ein wenig verrückt und größenwahnsinnig – aber wir wissen, das wir mit EVOPE NUTRITION etwas verändern werden. Wir decken ab diesem Jahr mit EVOPE NUTRITION nicht nur Nahrungsergänzungsmittel und mit EVOPE SPORTS die Betreuung und Training für Breiten- und Leistungssportler ab, sondern kümmern uns ab Mai 2020 auch um den E-Learning Bereich – der EVOPE ACADEMY. Dich erwartet in der EVOPE ACADEMY eine umfassende Datenbank mit Informationen und dem geballten Wissen zu traditionellem, sowie unkonventionellem Training. Der Fokus liegt auf funktionellem Kraftaufbau, Conditioning und Beweglichkeit mithilfe der effizientesten Tools und Werkzeugen. Unsere Online-Datenbank enthält Artikel, Videos, Tutorials und Workouts mit Kettlebells, Club Maces, Langhanteln, Battle Ropes, Atemtechniken, Regenerationsstrategien und vielem mehr in denen du sinnvolle Progressionen erlernen kannst. 
Evope wächst und wir wollen auch dich dabei unterstützen deine Gesundheit, Performance und Wissen auf das nächste Level zu bringen!

 

Homepage: http://www.evope.com/

Instagram: evope_europe

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